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Kondensatorcode-Decoder

Geben Sie einen 3-stelligen Kondensatorcode ein, um die Kapazität in pF, nF und µF zu dekodieren.

Kondensatorcode
Pikofarad (pF)
100,000
Nanofarad (nF)
100
Mikrofarad (µF)
0.1
KondensatorcodeWiderstand
10010 pF
101100 pF
1021 nF
10310 nF
104100 nF
1051 µF
22022 pF
33033 pF
471470 pF
4724.7 nF
47347 nF
474470 nF

Was ist ein Kapazitaetsdekoder?

Ein Kapazitaetsdekoder liest den numerischen Code auf keramischen Kondensatoren und uebersetzt ihn in den tatsaechlichen Kapazitaetswert. Der dreistellige Code folgt dem gleichen Muster wie Widerstandscodes.

Der Code besteht aus zwei signifikanten Stellen gefolgt von einem Multiplikator. Zum Beispiel bedeutet 104: 10 * 10^4 Pikofarad = 100.000 pF = 100 nF = 0,1 uF.

Wie der Code funktioniert

Die ersten zwei Ziffern sind der Grundwert in Pikofarad, die dritte Ziffer ist die Anzahl der anzuhaengenden Nullen. Die Einheit ist immer Pikofarad (pF). Also ist 473 = 47 mit 3 Nullen = 47.000 pF = 47 nF.

Kapazitätseinheiten verstehen: pF, nF und µF

Kapazität wird in Farad (F) gemessen, doch ein einzelnes Farad ist ein enormer Wert, der in der Elektronik kaum vorkommt. Praktische Kondensatoren verwenden drei kleinere Einheiten, die sich jeweils um den Faktor 1.000 unterscheiden:

  • Picofarad (pF) — ein Billionstel Farad (10⁻¹² F). Die Basiseinheit des 3-stelligen Codes. Kleine Keramikkondensatoren liegen typischerweise im pF-Bereich.
  • Nanofarad (nF) — ein Milliardstel Farad (10⁻⁹ F). Entspricht 1.000 pF. Folien- und Keramikkondensatoren in Takt- und Filterschaltungen werden häufig in nF angegeben.
  • Mikrofarad (µF) — ein Millionstel Farad (10⁻⁶ F). Entspricht 1.000 nF bzw. 1.000.000 pF. Elektrolytkondensatoren und größere Keramikkondensatoren werden typischerweise in µF angegeben.

Zur Umrechnung zwischen den Einheiten durch 1.000 dividieren bzw. mit 1.000 multiplizieren. Beispiel: 100.000 pF ÷ 1.000 = 100 nF, und 100 nF ÷ 1.000 = 0,1 µF. Im Zweifelsfall immer zuerst mit dem 3-stelligen Code in pF umrechnen und dann das Komma verschieben.

Dekodierbeispiele Schritt für Schritt

Der beste Weg, mit Kondensatorcodes vertraut zu werden, ist das schrittweise Durcharbeiten von Beispielen. Hier sind drei ausführliche Erklärungen zu den häufigsten Codes, die Ihnen begegnen werden:

Beispiel 1: Code 104

Ziffer 1 = 1, Ziffer 2 = 0, die signifikanten Stellen sind also 10. Ziffer 3 = 4, bedeutet 4 Nullen anhängen. Ergebnis: 10 gefolgt von 0000 = 100.000 pF. Umgerechnet: 100.000 pF ÷ 1.000 = 100 nF = 0,1 µF. Dies ist der mit Abstand häufigste Entkoppelkondensatorwert in der Digitalelektronik — er findet sich in nahezu jeder Mikrocontrollerschaltung.

Beispiel 2: Code 223

Ziffer 1 = 2, Ziffer 2 = 2, die signifikanten Stellen sind also 22. Ziffer 3 = 3, bedeutet 3 Nullen anhängen. Ergebnis: 22 gefolgt von 000 = 22.000 pF. Umgerechnet: 22.000 pF ÷ 1.000 = 22 nF = 0,022 µF. Auf dem Gehäuse ist er manchmal als 223K bezeichnet, wobei K für ±10% Toleranz steht.

Beispiel 3: Code 472

Ziffer 1 = 4, Ziffer 2 = 7, die signifikanten Stellen sind also 47. Ziffer 3 = 2, bedeutet 2 Nullen anhängen. Ergebnis: 47 gefolgt von 00 = 4.700 pF. Umgerechnet: 4.700 pF ÷ 1.000 = 4,7 nF = 0,0047 µF. Ein Kondensator mit der Aufschrift 472J hat ±5% Toleranz, sein tatsächlicher Wert liegt also zwischen 4.465 pF und 4.935 pF.

Keramik- vs. Elektrolytkondensatoren

Keramik- und Folienkondensatoren sind unpolbares Bauelemente — sie können in beide Richtungen eingebaut werden — und verwenden den oben beschriebenen 3-stelligen Code. Sie sind physisch klein, weshalb der Kurzcode notwendig ist. Gängige Typen sind MLCC (Vielschichtkeramikkondensator), Scheibenkondensatoren und Polyesterfolienkondensatoren. Typische Werte reichen von 1 pF bis etwa 10 µF.

Elektrolytkondensatoren (Aluminium oder Tantal) sind gepolt und müssen in der richtigen Orientierung eingebaut werden — der Minusanschluss ist in der Regel mit einem Streifen oder einem Minuszeichen markiert, der Plusanschluss ist länger. Da Elektrolytkondensatoren groß genug sind, um lesbar bedruckt zu werden, ist ihr Wert und ihre Spannungsfestigkeit direkt auf dem Gehäuse aufgedruckt (zum Beispiel 100 µF 25 V oder 470 µF 16 V). Versuchen Sie nicht, den 3-stelligen Code bei Elektrolyten anzuwenden — die aufgedruckte Zahl ist bereits die Kapazität in Mikrofarad.

Spannungskennzeichnungen

Zusätzlich zum Kapazitätscode und dem Toleranzbuchstaben enthalten viele Kondensatoren eine Spannungsangabe — die maximale Gleichspannung (WVDC), die das Bauteil sicher verarbeiten kann. Bei Überschreitung der Nennspannung droht Durchschlag des Dielektrikums und dauerhafter Schaden. Spannungsangaben erscheinen in verschiedenen Formen:

  • Numerisches Suffix — zum Beispiel bedeutet 104K50: 100 nF, ±10% Toleranz, 50-V-Nennspannung.
  • EIA-Buchstabencode — ein einzelner Buchstabe ersetzt die numerische Spannung: z. B. A = 10 V, B = 16 V, C = 25 V, D = 50 V, E = 63 V, F = 100 V. Diese Buchstaben können je nach Hersteller vor oder nach dem Kapazitätscode erscheinen.
  • Separate Zeile — bei größeren Kondensatoren kann die Spannung in einer eigenen Zeile aufgedruckt sein: 100 nF / 50 V.

Häufige Fehler beim Lesen von Kondensatorcodes

Selbst erfahrene Ingenieure verlesen sich gelegentlich bei einem Kondensator. Hier sind die vier Fehler, die die meisten Schaltungsausfälle verursachen:

  • Verwechslung von pF und nF — der 3-stellige Code ergibt immer Picofarad. Liest man 104 als 104 nF statt 100 nF, bestellt man ein Bauteil, das 1.000× zu groß ist. Immer zuerst in pF dekodieren, dann umrechnen.
  • Polarität bei Elektrolyten ignorieren — ein verkehrt herum eingebauter Elektrolytkondensator überhitzt, wölbt sich und kann im Extremfall platzen. Vor dem Löten immer den Minusanschluss (die Streifenseite) identifizieren.
  • Multiplikator 0 als keine Nullen interpretieren — der Code 220 bedeutet 22 pF (22 × 10⁰ = 1, also keine Nullen anhängen). Das ist korrekt; 220 ist nicht 2.200 pF. Ebenso gilt: 100 = 10 pF, nicht 100 pF.
  • Spannungsfestigkeit ignorieren — ein 100-nF-Kondensator mit 16-V-Nennspannung versagt in einem 24-V-Schaltkreis. Immer die Betriebsspannung prüfen und für zuverlässigen Betrieb mindestens 20% Abstand zur Nennspannung einhalten.

So verwenden Sie dieses Tool

Geben Sie den dreistelligen Code ein, der auf Ihrem Kondensator aufgedruckt ist. Das Tool zeigt den Wert in pF, nF und uF an. Sie koennen auch einen Kapazitaetswert eingeben, um den aequivalenten Code zu finden.

Gaengige Kondensatorcodes

  • 104 = 100 nF (0,1 uF) — der haeufigste Entkopplungskondensator in der Elektronik.
  • 103 = 10 nF (0,01 uF) — gaengig fuer Zeitgeberschaltungen und Filterung.
  • 102 = 1 nF (1.000 pF) — verwendet in HF-Schaltungen und Signalfilterung.
  • 224 = 220 nF (0,22 uF) — verwendet in Audiokopplung und Zeitgebern.
  • 471 = 470 pF — gaengig in HF-Anwendungen und Anpassungsnetzwerken.

Haeufig gestellte Fragen

Was bedeuten die Buchstaben nach dem Code?

Ein Buchstabe nach dem Code gibt die Toleranz an: J = +/-5 %, K = +/-10 %, M = +/-20 %. Z.B. bedeutet 104K einen 100-nF-Kondensator mit +/-10 % Toleranz.

Warum werden verschiedene Einheiten verwendet (pF, nF, uF)?

Kondensatoren umspannen einen riesigen Wertebereich. pF (Pikofarad) fuer winzige HF-Kondensatoren, nF (Nanofarad) fuer mittelgrosse, uF (Mikrofarad) fuer Siebkondensatoren. 1 uF = 1.000 nF = 1.000.000 pF.

Kann ein Kondensatorcode nur zwei Stellen haben?

Ja. Sehr kleine Kondensatoren (typischerweise unter 10 pF) verwenden manchmal einen zweistelligen Code, bei dem der Wert direkt in Picofarad aufgedruckt ist — zum Beispiel bedeutet 47 dann 4,7 pF und 10 bedeutet 10 pF. Einige Hersteller verwenden auch ein Dezimalkomma und drucken den Wert als 4p7 (4,7 pF) oder n10 (100 pF). Im Zweifelsfall das Datenblatt der jeweiligen Bauteilreihe prüfen.

Warum haben Kondensatoren mit gleicher Kapazität und gleichem Code unterschiedliche Gehäusegrößen?

Die Gehäusegröße hängt von der Spannungsfestigkeit und der Kondensatortechnologie ab, nicht allein von der Kapazität. Ein 100-nF-(104-)Keramikkondensator mit 50-V-Nennspannung ist physisch größer als einer mit 10-V-Nennspannung, weil das dickere Dielektrikum für höhere Spannungen mehr Platz beansprucht. Ebenso ist ein 100-nF-Folienkondensator größer als ein 100-nF-MLCC, weil der Folienaufbau mehr Material zur Erzielung derselben Kapazität benötigt. Beim Ersetzen eines Bauteils immer sowohl den Kapazitätscode als auch die Spannungsfestigkeit abgleichen.